Frühlingsgefühle bei Martins School of Dog: Was geht ab bei deinem Hund? 🐾🌷
- Martin Krause
- 3. März
- 5 Min. Lesezeit

Hey Leute, endlich ist die Sonne zurück! ☀️ Wenn’s draußen langsam grün wird und wir die dicken Jacken in die Ecke pfeffern, drehen auch unsere Hunde meistens völlig am Rad. Aber woran liegt das eigentlich? Warum mutiert der brave Labbi plötzlich zum ADHS-Flummi und warum vergisst die Goldie-Hündin plötzlich, wie "Sitz" funktioniert?
Hier checken wir, was im Frühling im Hundekörper abgeht, welche fiesen Fallen im Gebüsch lauern und wie ihr die Zeit nutzt, um euer Team-Work so richtig aufs nächste Level zu heben. Hier kommt der Guide für den Frühling – ganz locker flockig!
1. Warum dein Hund gerade bissel "durch" ist 🤪
Kommt dir das bekannt vor? Dein Hund hat plötzlich Hummeln im Hintern, hört null, starrt Löcher in die Luft oder fängt an, Schatten zu jagen? Keine Sorge, der will dich nicht ärgern oder dominieren – das ist pure Biologie.
Hormon-Party im Kopf: Wenn das Hirn Karussell fährt
Sobald die Tage länger werden und die Sonne intensiver wird, bekommt das Hundegehirn ein Signal: "Aufwachen, Partyzeit!" Das Schlafhormon Melatonin, das im Winter für den gemütlichen "Couch-Modus" gesorgt hat, wird drastisch runtergefahren. Parallel dazu schießen Serotonin und Dopamin durch die Decke.
Dein Hund ist quasi auf einem natürlichen High. Das führt dazu, dass Reize viel schneller verarbeitet werden – oder eben gar nicht mehr, weil das Hirn mit der Flut nicht klarkommt. Vor allem bei Junghunden im Pubertäts-Modus brennt da oben schon mal die Sicherung durch. Die Konsequenz? Dein Hund ist impulsiver, reagiert schneller auf Bewegungen und vergisst im Eifer des Gefechts schon mal seine guten Manieren. Da hilft nur eines: Durchatmen, die Erwartungen ein bisschen runterschrauben und nicht persönlich nehmen!
Schnüffel-Modus: Die "Hunde-Zeitung" ist voller Neuigkeiten 👃
Im Frühling riecht alles nach Action. Der Boden taut auf, es ist feucht, und überall kleben "Nachrichten" von Wildtieren oder läufigen Hündinnen, die über den Winter "eingefroren" waren. Für deinen Hund ist die Gassirunde gerade wie 10 Stunden Instagram-Scrollen am Stück – so viele News!
Stell dir vor, du gehst durch eine Galerie und jedes Bild schreit dich an. Jede Pipi-Stelle ist ein ganzer Roman: Wer war hier? Wie geht’s ihm? Ist sie Single? Diese kognitive Belastung ist sehr hoch. Klar, dass deine Fellnase da nicht sofort merkt, wenn du "Sitz" sagst – er liest gerade die wichtigste Schlagzeile des Tages.
2. Training im Frühling? Läuft bei euch! 💪
Auch wenn’s ablenkend ist: Jetzt ist die absolut beste Zeit, um draußen was zu reißen. Der Frühling bietet uns Bedingungen, von denen wir im Winter nur träumen konnten.
Mehr Zeit & Vibe: Es wird endlich später dunkel. Das heißt: Kein Stress-Gassi im Stockfinsteren nach der Arbeit. Ihr könnt die Abendsession voll auskosten, wenn die Welt langsam zur Ruhe kommt. Das senkt auch dein Stresslevel, was dein Hund sofort merkt.
Perfektes Wetter-Fenster: Wir haben jetzt die "Goldlöckchen-Zone". Nicht mehr so kalt, dass man beim Training festfriert, und noch nicht so heiß, dass der Hund nach zwei Metern schlappmacht und nur noch Hecheln im Kopf hat. Ideal für Sportarten wie Agility, Longieren oder intensive Apportier-Tricks.
Reize ohne Ende nutzen: Überall sind jetzt Leute, Inline-Skater, Fahrräder und andere Hunde. Was erst mal nach Stress klingt, ist das perfekte Fitnessstudio für die Nerven deines Hundes. Wir bei Martins School of Dog zeigen dir, wie du diese Reize nutzt, um "Coolness" zu trainieren, statt nur genervt auszuweichen.
Motivation pur: Die Energie, die dein Hund gerade hat, kannst du ins Training kanalisieren. Er will sich bewegen? Super, lass uns gemeinsam arbeiten, statt ihn nur an der Leine hinterherzuschleifen.
3. Worauf du echt aufpassen musst! ⚠️
Frühling ist schön, hat aber auch ein paar fiese Tücken, die man leicht übersieht, wenn man nur die Blümchen im Kopf hat.
Babys im Wald: Die Natur ist eine Kinderstube 🦌
Von März bis Juli ist "Baby-Zeit" im Wald und auf den Wiesen. Rehe kriegen Kitze, Hasen haben Junge und Vögel brüten am Boden.
Leine dran – klare Sache: In vielen Regionen herrscht jetzt Leinenzwang. Auch wenn dein Hund "nichts tut": Allein das Stöbern im Gebüsch kann eine Rehmutter so erschrecken, dass sie ihr Kitz verlässt. Bitte seid fair und bleibt auf den Wegen.
Jagdmotivation: Die Duftstoffe von trächtigen Tieren oder ganz frisch geschlüpften Küken sind für Hunde wie Magneten. Wenn dein Hund gerne mal abzischt: Schleppleine ran! Das ist kein Knast, sondern Sicherheitstraining mit Radius.
Gift-Check & Krabbeltiere: Die dunkle Seite der Wiese 🦟
Blümchen-Gefahr: Tulpen, Narzissen, Krokusse und Maiglöckchen sehen hübsch aus, sind aber echt giftig. Vor allem die Zwiebeln sind gefährlich. Wenn dein Hund im Garten mithilft und "umgräbt", pass auf, dass er nichts davon frisst. Erbrechen, Durchfall oder Schlimmeres will keiner haben.
Zecken-Invasion: Sobald es über 7 Grad hat, kommen die Tiere aus dem Unterholz. Kontrolliere deinen Hund nach jedem Spaziergang ab. Zecken übertragen eklige Sachen wie Borreliose, Anaplasmose, FSME oder Babesiose. Besorg dir rechtzeitig Schutz beim Tierarzt – egal ob Tablette, Halsband, Spot-on oder Öle.
Chemie auf den Feldern: Bauern düngen jetzt ihre Felder, oft mit Gülle oder Kunstdünger. Lass deinen Hund auf keinen Fall aus Pfützen am Feldrand saufen – das Wasser kann zu schweren Vergiftungen führen. Auch das Gras am Rand ist oft gespritzt.
Haare, überall Haare! (Der Staubsauger-Krieg) 🐕🦺
Der dicke Winterpelz muss jetzt dringend weg, sonst kriegt dein Hund einen Hitzestau. Dein Staubsauger wird in dieser Zeit dein Freund.
Wellness-Programm: Täglich bürsten ist jetzt Pflicht. Es hilft dem Hund, die alte Unterwolle loszuwerden und die Haut zu lüften. Außerdem ist es die beste Gelegenheit, ihn nach Zecken abzusuchen. Dein Hund wird die Aufmerksamkeit lieben (und dein Teppich dankt es dir).
4. Das steht jetzt auf dem Plan: Euer Frühlingsplan 📋
Damit ihr nicht nur planlos durch die Gegend lauft, haben wir drei Schwerpunkte für euch vorbereitet, die wir jetzt bei Martins School of Dog so richtig intensiv angehen:
Rückruf-Turbo (Level Hard): Ein "Hier" im Wohnzimmer kann jeder. Wir üben jetzt den Ernstfall: Dein Hund muss auch dann kommen, wenn 10 Meter weiter ein Hase Party macht oder die Nachbarshündin mit dem Schwanz wedelt.
Immer mit der Ruhe (Impulskontrolle): Das ist das wichtigste Tool im Frühling. Dein Hund lernt, Reize auszuhalten. Vogel fliegt auf? Wir bleiben stehen und gucken dich an. Ball fliegt? Wir warten kurz. Das spart dir und deinem Hund extrem viel Stress.
Nasen-Arbeit (Kopf-Auslastung): Wenn er wegen der Leinenpflicht im Wald nicht rennen darf, lassen wir ihn halt mit der Nase arbeiten. Suchspiele, kleine Fährten oder das Verloren-Suchen von Schlüsseln machen den Hund im Kopf müde. 10 Minuten intensive Schnüffelarbeit lasten ihn mehr aus als eine halbe Stunde stupides Laufen an der kurzen Leine.
Leinenführigkeit unter Ablenkung: Jetzt, wo alles spannend ist, ziehen viele Hunde wie Ochsen. Wir frischen die Technik auf, damit der Spaziergang kein Arm-Training für dich wird.
5. Fazit: Let's go – Der Sommer kann kommen! 🚀
Frühling ist einfach die beste Zeit mit Hund. Punkt. Klar, es ist viel los im Kopf der Fellnase, und manchmal fragst du dich, ob da überhaupt noch jemand zu Hause ist hinter den Schlappohren. Aber mit ein bisschen Verständnis für die Hormone, den richtigen Sicherheitsvorkehrungen (Zeckenschutz & Leine!) und ein paar gezielten Trainingseinheiten wird das ein mega Jahr.
Lust auf ein Training? Komm rum! Unsere Kurse bringen dir Sicherheit im Frühlingsalltag. Wir machen euch fit für die Saison! Wir freuen uns auf euch und eure Fellnase.
Gönnt euch die Sonne und genießt die bunten Wiesen! 🐾☀️
Dein Team von
Martins School of Dog
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